Am vergangenen Sonntag standen für vier Athleten des Tri-Finish Münster die 226 härtesten Wettkampfkilometer des Jahres auf dem Plan.
Im bayrischen Roth nahmen Michael Bösing, Sascha Flockau, Jan-Henning Trustorff und Christoph Blisch mit Startern aus über 50 Nationen am deutschen Triathlon-Langdistanz-Klassiker teil. Während Michael und Sascha bereits mehrere Langdistanzen erfolgreich finishen konnten, freuten sich Jan-Henning und Christoph auf ihre Premiere der 3,8km Schwimmen, 180km mit 1500 Höhenmetern auf dem Rad und dem abschließenden Marathonlauf von 42,2km.
Nachdem die „alten Hasen“ den Debütanten am Wettkampfvortag noch einige entscheidende Tipps geben konnten, fiel dann am Sonntagmorgen um 7:00 Uhr vor atemberaubender Kulisse und unzähligen Zuschauern der Startschuss für die Auftaktdisziplin im Mittellandkanal. Einer der „alten Hasen“ musste nach dem Radfahren aussteigen. Sascha, der im letzten Jahr in Frankfurt und einer Endzeit von 9:32:12std nur knapp an der Hawaii-Qualifikation vorbeischrappte, konnte auf dem Rad nicht genügend essen und fror infolgedessen „wie ein Schneider“. Anders lief es dagegen für Michael. Seine bestehende Zeit von 10:55:26std wollte er unterbieten. Dies gelang ihm in beeindruckender Manier, denn nach 10:17:18std blieb für ihn die Uhr stehen. „Gerne möchte ich nun noch einmal unter 10 Stunden finishen.“ Augenzwinkernd fügt er hinzu, dass für einen weiteren Start die Genehmigung der Familie bereits vorliegt.
Die beiden Debütanten hatten ihre Form zuvor in Wettkämpfen auf der halben Distanz ausgelotet. Jan-Henning, der aus Fehlern der Mitteldistanz gelernt hatte, und mit seiner Stärke im abschließenden Marathon (3:35:07std.)auftrumpfen konnte, erreichte das Ziel mit einer hervorragenden Endzeit von 10:05:13std. Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen ging Christoph auf die Strecke, nachdem er bereits 6 Wochen zuvor auf der Mitteldistanz auf dem Rad einen Schnitt von 39km/h fuhr. Da sein Langdistanzdebüt auch gleichzeitig sein Marathondebüt war, „wurde in Roth doch etwas verhaltener gefahren“. Nach 10:27:11std überquerte er die Finish-Line. Auf die Frage, was das Besondere am Triathlon in Roth ist, sind sich alle vier einig: „Es ist die unglaubliche Atmosphäre mit über 150.000 Zuschauern an der Strecke, die jeden Athleten auf jeden Berg und in Richtung Ziel treiben. Unzählige Trainingsstunden sind dann mit einem Schlag vergessen“.
Besondere Unterstützung gab es für die 4 von Nina, Silvana, Ulf und Herbert Tepe. Sie haben einen Support sondergleichen geleistet. Egal wie schnell die 4 Starter auch unterwegs waren…die 4 Betreuer waren immer schneller vor Ort und reichten Getränke, Reiskuchen (1A-Sprint Silvana!), hüpften und schrieen sich die Stimmbänder wund! Dafür herzlichen Dank! Sascha und Christoph, die gleichzeitig dem Orga-Team des Sparda-Münster-City-Triathlon angehören, haben den Wettkampf auch unter diesem Aspekt bestritten und hoffen, mit diesen Erfahrungen „die Qualität des eigenen Triathlon in Münster nochmal zu erhöhen“.
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