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Der erste Triathlon…
Geschrieben von: Stefan Gerdes   
…oder irgendwann ist immer das erste Mal.
Am 14.6.2009 war es endlich soweit. Nach 1 ½ jähriger Vereinszugehörigkeit wurde es nun mal Zeit ein Triathlon zu finishen.
Um nicht ganz alleine bei einem Wettkampf zu starten, viel meine Entscheidung auf den Dalkeman in Gütersloh. Dort wusste ich, dass mindestens unsere M3 da sein wird, was mir ein kleines Gefühl der Sicherheit gab, falls doch noch irgendwelche Fragen offen waren.
So ging es am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein los Richtung Gütersloh. Gott sei Dank, denn die Woche davor versprach bei Durchschnittlichen 11°C und Regen nichts Gutes. Startschuß war 8:10 Uhr, so gar nicht meine Zeit auf einem Sonntag, aber was tut man nicht alles, um sein eigenes Ego zu befriedigen.
Checkliste 3x durchgegangen und das Gefühl, doch noch etwas vergessen zu haben, verging immer noch nicht. Die letzten zwei Nächte waren schon sehr kurz und unruhig. Eigentlich quatsch, weil es ja nur ein Wettkampf war, um Erfahrungen zu sammeln, doch der Kopf hört nicht darauf. Auf dem Parkplatz traf ich dann zufällig die M3 und es war ein gutes Gefühl, bekannte Gesichter zu sehen.
Mit all meinem Krempel ging’s dann Richtung Schwimmbad. Es waren viele Athleten unterwegs und überall hörte man Anekdoten von anderen Wettkämpfen. Ich musterte die schönen Räder die sie schoben und das Gefühl bald einer von diesen „Verrückten“ zu sein, verdrängte langsam die Nervosität.

Im Freibad ging es dann zur Anmeldung. Voller Stolz zückte ich meinen DTU Starterpass der leider nicht solch eine Beachtung erfuhr, wie er es von mir gewohnt war. ;o)
Vereinzelt hörte ich, dass noch andere Ersttäter unter den Anwesenden waren. Sehr gut dachte ich mir, dann geht es anderen genauso wie Dir.
Nun ging es Richtung Rad Check in, wobei ich vorher noch schnell, wie anscheinend alle anderen auch, kurz noch die Toilette aufsuchen wollte. Dort war Geduld und hinten anstellen angesagt. Es war wohl nicht nur mein Magen der nervös war, allerdings hatte wir noch 50min Zeit bis zum Start. Also Ruhe bewahren, „Du kriegst das alles noch auf die Reihe“ sagte ich mir.

In der Wechselzone hieß es dann erstmal die Sachen zu Recht legen. Ein Blick links, ein Blick rechts und die Sachen lagen dann so wie sie wohl liegen müssen. Zumindest habe ich beim Wechsel alles wieder gefunden. Nach einer kurzen Wettkampfbesprechung ging es dann Richtung Wasser. Ein 50 Meter Becken mit 8 Bahnen und angenehmer Wassertemperatur. Wir waren nur zu fünft auf einer Bahn und es ist erstaunlich wie schnell in einem Wettkampf 1km vorbei ist. Hier ein Dank an Martina, denn Dein abwechslungsreiches Training hat dies erst möglich gemacht.

Danach ging es auf’s Rad. 4x 10km standen auf dem Plan. Übermütig musste ich nach 15km einsehen, das ich dieses Tempo wohl nicht die 40km halten kann, denn langsam überholten mich die wieder, die ich vorher mühsam selber überholt hatte. Auch wieder eine Erfahrung, fahre konstant dein Tempo. Kilometer 39,90 der Balken an dem ich vom Rad musste war nicht mehr weit. Ein weitere interessante Erfahrung, das Laufen wieder zu lernen, denn ein runder Laufstil ist an dieser Stelle wohl nicht wirklich bei jedem möglich.
Ohne großartig vorher das Koppeln trainiert zu haben, eierte ich wie Pinocchio an losen Fäden in die Wechselzone. Wer also etwas Witziges sehen will, sollte sich an dieser Stelle positionieren als Zuschauer, es ist bestimmt sehenswert.
Das Rad schnell in den Ständer gestellt, Laufschuhe an und los. Der Puls scheint gar nicht mehr runter kommen zu wollen. Mit einem durchschnittlichen Puls von 170 BPM absolvierte ich dann die 10km Laufstrecke mit der dauerwährenden Frage „Warum machst Du das hier eigentlich?“. Nach 49min Laufen wusste ich es, um glücklich im Ziel zu sein und endlich sagen zu können „Ja du hast es geschafft.“
Es muss halt nicht immer Hawaii sein, um zu seinem eigenen Held zu werden.

Danke noch an JoPey für sein abwechslungsreiches Lauftraining und an Wolle, der immer für eine schöne Abwechslung bei den moderaten Ausfahrten sorgt.
Bis zum nächsten Wettkampf. Wir sehen uns bestimmt.