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Pfingsten nahmen nun die Männer der Masterliga als letzte der Nordenia Tri Finish Mannschaften ihren Ligabetrieb auf.
Wie in den letzten Jahren starteten wir beim legendären Bonntriathlon. Dieser Wettkampf ist nicht nur von den Distanzen 3800 m Schwimmen, 62 km Rad und 15 km Laufen ungewöhnlich. Zu den Besonderheiten gehört sicherlich das Schwimmen im Rhein.
Zunächst erfordert dies vom Veranstalter wie von den Athleten eine besondere Logistik. Wolfgang Verhoeven, Michael Ernst und Martin Epkenhans trafen sich also schon recht früh am Pfingstsonntag um nahe der Kennedybrücke in Bonn-Beul die Räder einzuchecken. Nun mussten die Schwimmutensilien eingepackt werden. Busse fuhren die Triathleten dann etwa 8 km stromaufwärts zum Fähranleger in Niederdollendorf. Dort verteilten sich ca 1000 mehrheitlich in schwarzen Neopren gekleidete Menschen auf zwei Autofähren, um dann erstmal wieder 4 km stromabwärts zu fahren. Inzwischen zeigte die Uhr 9:45 und die erste Startwelle verlies die Rampe. Die Masterliga startete 5 Minuten später, so konnte man schon mal in Ruhe schauen, wie alles so funktionieren kann. Üblicherweise hat der Rhein eine Fließgeschwindigkeit von 4-7 km/h, d. h., selbst wenn man sich nur treiben lässt, ist man auf dieser Ironmanschwimmdistanz in unter einer Stunde aus dem Wasser. Nun hatte der Rhein dieses Jahr einen sehr geringen Wasserstand und floss recht langsam dahin. So kam es immer wieder vor, dass man sich plötzlich mitten im Rhein wähnte, aber im knietiefen Wasser schwamm. Im letzten Jahr schwammen noch über 700 Athleten die Strecke in einer Zeit unter 30 Minuten, dieses Jahr war es nur Oliver Strankmann, dem das gelang.
Nun gut, die Bedingungen waren für alle gleich. Allerdings konnte der beste der drei Masterligaschwimmer Michael bei diesen Bedingungen keinen großen Vorsprung auf Martin, der 1:40 später folgte und Wolle, der noch 8 Sekunden mehr brauchte, herausschwimmen. Auf der Radstrecke trafen sich die drei noch, um sich gegenseitig anzuspornen. Die Strecke führte durchs Siebengebirge über nur sechs Hügel mit etwa 800 Höhenmeter. Ein Alphornbläser gab einem das Gefühl, man sei vielleicht doch schon an den Rheinquellen angelangt. An manchen Stellen verlangte der teilweise desaströse Belag doch die volle Aufmerksamkeit, so standen hinter eine Kurve gleich vier Radfahrer, die erstmal den Schlauch wechseln mussten. Vielleicht wäre neuer Asphalt auf dauer doch die billigere Lösung. Nach weniger als drei Stunden erreichte dann Wolle als Erster der drei die Wechselzone, gefolgt von Martin 8 Minuten später und schließlich Michael. Die Reihenfolge auf der schönen Laufstrecke direkt am Rhein änderte sich nicht mehr, die Abstände wurden erwartungsgemäß nur noch etwas größer.
Am Ende des Tages wurde es ein 23. Platz von 30 gemeldeten Teams, womit die drei gut zufrieden sind, gehören sie doch nicht gerade zu den jüngsten Masters. |