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Und ihr wollt wirklich in die 2. Bundesliga aufsteigen?!
Geschrieben von: St. Günnigmann   

Hückeswagen 2010. Nordenia Tri Finish Münster hat gerade durch den Tagessieg auf der Mitteldistanz in Hückeswagen die Weichen auf Aufstieg gestellt. Ausgelassene Stimmung bei der Siegerehrung und inmitten des Trubels fällt plötzlich diese skeptische Frage eines Verantwortlichen des NRWTV. In Momenten wie diesen – Rückweg vom Wettkampf auf der Autobahn zwischen Schwerin und Hamburg – der Stopp bei der goldenen Krone steht kurz bevor, muss man unweigerlich an diese Frage denken. Und grinsen. Aber fangen wir beim Anfang an.

Der vierte Wettkampf für das Team Nordenia Tri Finish Münster führte uns zu unserem ersten „Auswärtsstart“ nach Schwerin. Nach einem staubedingten Umweg über die hamburgische Innenstadt bezogen wir am Samstagnachmittag unser Hotel. Der restliche Tag verging mit einer ersten Streckenbesichtigung und Tapering beim Italiener. Die Strecke:

750m Schwimmen entlang des Schweriner Schlosses, Sitz des Landtages.

Radfahren auf einer achtmal zu durchfahrenden Innenstadtrunde a 2,5km, während die Laufstrecke über das ehemalige Bundesgartenschaugelände führte. Für eine interessante und abwechslungsreiche Streckenführung war also gesorgt.

Pünktlich zum Start um 13 Uhr zwängten sich Sascha Hoffmann, Thorsten Grandke, Daniel Mehring sowie Michael und Stefan Günnigmann in die geliebten oder gehassten Neoprenanzüge. Schlägereien aus dem Weg gehen, Zug nach vorne entwickeln und möglichst eine der vorderen Radgruppen erwischen lautete die Devise. Dies gelang Sascha, Michael, Thorsten und Daniel hervorragend, indem sie das Wasser im dichtgedrängten Mittelfeld verließen. Lediglich Stefan erwischte einen schlechten Schwimmtag und durfte folglich den Tag als Einzelkämpfer ohne kraft- und zeitsparenden Windschatten fortsetzen.

Auf dem Rad entwickelte sich ein typisches Bundesligarennen. In mehreren kleineren Radgruppen wurde Tempo gemacht und um den Anschluss an die Spitze gekämpft. An den Wendepunktenj bremsen bis zum Nullpunkt, um anschließend wieder auf 50 km/h hochzubeschleunigen. Während Sascha in der ersten Verfolgergruppe mit für das Tempo sorgte, befanden sich Thorsten, Michael und Daniel kurz dahinter in der zweiten Verfolgergruppe. Unmittelbar vor dem Wechsel zur Laufstrecke kam es zum Zusammenschluss aller Spitzengruppen, so dass eine 60köpfige Horde gemeinsam auf die Laufstrecke stürmte. Stefan hatte zu diesem Zeitpunkt bei gleichbleibendem Abstand auf die Spitze einige Plätze gutgemacht, jedoch ohne weitere Mitstreiter zu finden.

Laufstrecke. Ausscheidungsrennen. In einer Liga, in der ein Großteil der Athleten 5km deutlich unter 17 Minuten laufen kann, entscheiden Sekunden über die Plätze. Einsetzender Starkregen erschwerte das Rennen, kam aber glücklicherweise erst während des Laufens auf. Sascha kam mit diesen Bedingungen am besten zurecht und finishte auf einem starken 12. Platz.

in 58:59 Min. Ihm folgten in dichten Abständen Thorsten als 21. in 59:32 Min., Daniel als 25. in 59:43 Min. und Michael als 42. in 1:00:56.

Stefan finishte nach weiterer Aufholjagd als 56. in 1:02:55 Min.

Insgesamt erreichte Nordenia Tri Finish Münster somit die Platzziffer 100 und damit den 5. Platz unter 15 Mannschaften. Das bedeutet für die Mannschaft das beste Saisonergebnis. Bemerkenswert auch, dass von den vor Münster platzierten Teams drei Mannschaften Zweitvertretungen von Erstligateams waren, die zahlreiche Erstligaathleten ins Rennen schickten. In der Ligatabelle klettert das Team vom 10. auf den 7. Platz.

Und ihr wollt wirklich in die 2. Bundesliga aufsteigen?! Bei solchen Fragen lässt man am besten Resultate sprechen. Mit einer nahezu unveränderten Mannschaft belegt Nordenia Tri Finish Münster nach 4 Rennen den 7. Platz. Ein Abstieg ist selbst theoretisch unmöglich. Noch Fragen?