Sechs Mann, fünf Stationen und eine große Herausforderung: Das Team von Nordenia TriFinish Münster geht am 15. Mai in der 2. Triathlon-Bundesliga, Staffel Nord, an den Start.
Dass die Ausdauerspezialisten nach dem Aufstieg für den Auftakt in Gladbeck gewappnet sind, bewiesen sie jüngst bei den vereinsinternen Meisterschaften. Bei dem so genannten Häger-Triathlon belegten Thorsten Grandke vor Daniel Mehring und Teamchef Manuel Reimer die ersten drei Plätze.
Mehring, der 21-jährige Neuzugang vom Triathlon-Teams Witten, verbesserte gar den vereinsinternen Rekord auf der Laufstrecke um beeindruckende 30 Sekunden. „Er hat in der Vorbereitung den größten Leistungssprung gemacht und sich auch im Schwimmen verbessert“, sagt Reimer.
Der zweite Neuzugang, Daniel Huster von Bayer Uerdingen, hat den Sprung in die Erstvertretung vorerst nicht geschafft und startet für die Reserve in der NRW-Liga. „Er war beruflich sehr eingebunden, wird aber sicher noch bei uns zum Einsatz kommen. Auch Sascha Flockau klopft an die Tür zur Ersten“, sagt Reimer. Im Oster-Trainingslager auf Mallorca holten sich Michael und Stefan Günnigmann die letzte Härte auf dem Rad. Zuvor feilte der Sechser-Kader um Reimer, die beiden Günnigmänner, Mehring, Grandke und Sascha Hoffmann in erster Linie an Technik und Kondition im Wasser. Gut 18 Schwimm-Kilometer, 300 Kilometer auf dem Rad und 80 Kilometer zu Fuß legt ein Triathlon in der Vorbereitung pro Woche zurück. Vor dem Bundesliga-Start mit dem Teamsprint in Gladbeck nutzen die Brüder Günnigmann den Triathlon in Steinfurt – beide gelten als heiße Favoriten auf den Sieg – als letzten Test.
Mehring und Reimer gehen in Versmold an den Start, während das Gros der Bundesliga-Konkurrenten derweil in Buschhütten testet. Am 15. Mai treten sie auf der anspruchsvollen Strecke in Gladbeck dann alle gegeneinander an – zum Auftakt in einem Teamsprint-Wettbewerb (500 Meter Schwimmen/20 Kilometer Rad/fünf Kilometer Laufen). Heißt: Jede Mannschaft startet gemeinsam zu fünft, es gibt keinen Massenstart, die Zeit des Vierten jedes Teams wird gewertet. „Eine Wettbewerbsform, die uns liegt, weil wir alle stark auf dem Rad sind und als Team viel Zeit gutmachen können“, sagt Reimer.
Nur eine Woche später geht es das einzige Mal über die Olympische Kurzdistanz (1,5/40/10) in Gütersloh. Es folgen Düsseldorf (3. Juli), Schwerin (17. Juli) und Grimma (28. August). Abstieg kein Thema „Am Ende wäre ein Platz unter den ersten acht sehr gut – mit dem Abstieg werden wir nichts zu tun haben“, prognostiziert Reimer. In der Schlussphase der Vorbereitung heißt es, den „Kleiderwechsel“ zu perfektionieren. „Beim Wechsel aufs Rad oder auf die Laufstrecke kann man bis zu 20 Sekunden verlieren“, sagt Reimer. Und unnötig Zeit liegen lassen wollen die TriFinish-Athleten gegenüber den 14 anderen Teams freilich nicht.
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