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Nordenia Tri Finish bleibt auf Kurs
Geschrieben von: Joachim Peyker, Stefan Günnigmann, Michael Günnigmann   
Manuel Reimer beim 1. WechselHarsewinkel, wie in jedem Jahr Triathlonmekka der nordrheinwestfälischen Triathleten, war am vergangenen Wochenende Schauplatz des 2. Rennens der NRW-Liga. An diesem Wettkampf nahm auch die erste Mannschaft des Nordenia Tri Finish Münsters teil. Allerdings glänzt Harsewinkel nicht nur durch extrem starke, mit zahlreichen Bundesligaathleten gespickten Startgruppen, sondern auch durch hohe Windschattenanfälligkeit auf der Radstrecke. Hieraus resultieren zahlreiche berechtigte, aber auch umstrittene Zeitstrafen. Dieses liegt unter anderem an der kurzen Schwimmstrecke, die zu relativ kurzen Abständen nach der Auftaktdisziplin führt.

Aber der Reihe nach. Als erster der Tri Finish Athleten verließ wie erwartet Michael Günnigmann nach 14:24 min. das Wasser. Ihm folgten Manuel Reimer (15:31 min.), Stefan Günnigmann (16:15 min.) und Florian Wessel (16:53 min.). Auf der anschließenden Radstrecke über 42km machten alle vier Boden gut. Allerdings blieben selbst die starken Radfahrer Stefan und Michael Günnigmann hier nicht von Zeitstrafen verschont. Auf der abschließenden Laufstrecke durch die Innenstadt von Harsewinkel mussten daher noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden, um die zwischenzeitlich eingenommen Plätze zu sichern. Hier zeigt sich das enorme Spannungspotential und die Leistungsdichte der NRW-Liga. Zahlreiche packende Positionskämpfe und Endspurts um jeden Platz sind an der Tagesordnung. Mit einer Endzeit von 1:52:30 Std. hielten Michael Günnigmann als 21. und Stefan Günnigmann als 27. in 1:54:31 Std. den Abstand zur höherklassigen, ausgeliehenen Spitze in Grenzen. Manuel Reimer als 46. in 1:58:15 Std. und Florian Wessel als 51. in 2:00:54 Std. blieben beim Laufen leicht unter ihren Möglichkeiten. Schlussendlich sprang für die Triathleten des Nordenia Tri Finish Münster der 9. Tagesrang heraus und belegt damit weiterhin den angestrebten 6. Tabellenplatz. Unter den gegebenen Umständen ein gutes Ergebnis, welches es aber im nächsten Rennen in drei Wochen in Steinbeck zu verbessern gilt.

In der Landesliga-Nord, die parallel ihren ersten Wettkampf in Harsewinkel austrug, war die Reserve der ersten und zweiten Mannschaft am Start. Für drei im Vorfeld stark eingeschätzte Athleten war es der erste Ligaeinsatz überhaupt und eine wichtige Standortbestimmung. Teammanager Joachim Peyker war die Freude nach dem Zieleinlauf deutlich anzumerken, zeigten sich die drei Neulinge doch -wie erhofft- auf einem weit höheren Niveau als es die Landesliga vorsieht und empfahlen sich für höhere Aufgaben. Obwohl in der Konkurrenz nicht das einzige Team, das einen Versuchsballon mit stärkeren Athleten startete, erreichten Robin Breer (5./1:59:32), Jan-Henning Trustorff (7./2:02:16), Nachwuchshoffnung Johannes Hoffmann (8./2:02:28) und Routinier Gerold Müller (16./2:06:11) Topplätze und damit einen in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Tagessieg. Robin Breer zeigte dabei besondere Moral, musste er doch wegen eines unaufmerksamen Wettkampfrichters 100 m mehr schwimmen als die Konkurrenten und das Feld mit hervorragendem Radsplit und bester Laufzeit von letzter Position aus aufrollen.