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Zum dritten Rennen der NRW-Damenliga lud der Sassenberger Feldmarktriathlon. Nachdem in der Rennwoche noch zwei Ausfälle zu verkraften waren, konnte es am Sonntag um viertel vor elf entspannt los gehen...
Wäre da nicht der nervenaufreibende Check-In gewesen, an dessen Türsteher Carla zunächst scheiterte. Der "Aussichtsturm" bestehend aus Spacern über dem Vorbau war dem Kampfrichter ein Dorn im Auge. Erst nach Umbau ihres kompletten Lenkbereichs hatten die Verantwortlichen keine Bedenken mehr, die 21-jährige zum Rennen zuzulassen. In der Zwischenzeit hatten Nina und Ersttäterin Marina bereits den Wechselplatz unter Beschlag genommen. Enigermaßen angespannt ging es dann zum Schwimmstart.
Wie immer eindrucksvoll, zeigte sich dann der Massenstart, immerhin stürzten sich gut 200 Frauen (NRW- und Regionalliga + offenes Feld) in die angenehm temperierten Fluten. Nina kam als erste ihres Teams aus dem Wasser und startete auf die windige Radstrecke. Carla und Marina erreichten die T1 knapp hintereinander und machten sich an die Verfolgung. Positionskämpfe waren leider nur schwer auszumachen, da man lediglich einen kurzen Moment die Athletinnen vorbeifliegen sieht. Das reichte allerdings Marina, um von ihrer aufgedrückten Zeitstrafe zu berichten. Hier gilt es für sie, in Zukunft besser aufzupassen und schneller zu reagieren, wenn man überholt wurde. Von einem Kampfrichtermotorad kann so ein Manöver als Tatsachenentscheid schnell falsch ausgelegt werden. Zum Glück ließ sie sich die Stimmung aber nicht vermiesen und konnte noch zu Scherzen motiviert werden. Auch die Mitgereisten Fans unterstützten sie mit der "Solidaritäts-Vier" ;-)
Nina machte ein super Rennen, spulte die Laufstrecke gekonnt herunter und finishte als 28. in einem stark besetzten Feld. Sie scheint die Langdistanz aus Roth gut weggesteckt zu haben. Carla lief noch einige Sekunden schneller als Nina und erreichte das Ziel als 44., Marina nach abgesessener Strafe in der Penalty-Box (übrigens eine gute Sache!) als 51.
Als Tagessiebzehnte standen wir nun fest, wie fällt da das Fazit aus? Nun, es ist mit Sicherheit kein Grund zum ausgedehnten Jubel mit Prosecco-Dusche, aber so schlecht, wie es zunächst anmutet, ist das Ergebnis gar nicht. Die Liga ist meiner Meinung nach so stark wie nie, Nina und Carla zeigten ein solides Rennen, Marina hatte ihren erfolgreichen Einstand auf der Kurzdistanz und legte ihren Respekt vor der Strecke endlich ab (manchmal ist es gut, ins kalte Wasser geworfen zu werden und erst Samstag abend vom Start am Sonntag zu erfahren). Und die vier Minuten? Na ja, wenns noch mal vorkommt, gibts wohl Sanktionen, so haken wir es als Erfahrung ab ;-)
Und mit einem geilen Rennen beim Teamsprint in Krefeld (zur Erinnerung, beim ersten Teamsprint standen wir auf dem Treppchen), sollte ein Abstieg kein Thema sein... |